Perfektionismus verstehen und ablegen


Podcast folgen auf: 

Lerne in dieser Folge warum perfekt sein uns unglücklich macht, was die Ursache von Perfektionismus ist und was du konkret tun kannst damit du entspannt unperfekt(er) sein kannst.


Was macht Perfektionismus mit uns?


Angst vor Fehlern

Wir haben ständig Angst Fehler zu machen wenn wir zu perfekt sind, wir sind also immer "auf der Hut". Wir erlauben es uns nicht mehr überhaupt Fehler zu machen aus Angst das wir nicht anerkannt werden. Dabei führen erst Fehler zu Wachstum und neuen Fähigkeiten und Erkenntnissen.


Chronische Unzufriedenheit

Daraus resultiert eine ständige Unzufriedenheit. Es ist schwer, immer perfekt zu sein und du wirst öfter daran "scheitern". Das Gefühl von nicht gut genug und einem starken inneren Kritiker ist die Folge. Du bist chronisch gestresst und verlierst die wichtigeren Sachen aus den Augen.


Zeit- und Energieraubend

Kennst du das Pareto-Prinzip? Es geht darum das du mit 20% Einsatz 80% der Ergebnisse erzielst. Für die restlichen 20% der Ergebnisse brauchst du 80% der Zeit. Kommt dir bekannt vor wenn du für den letzten Schliff gefühlte Ewigkeiten brauchst? Jep dann kennst du das Prinzip. 
Wie fühlt sich das an wenn du einen Großteil deiner Energie in die letzten Prozent steckst?

Nicht gut. Ich kenne das auch.

Man fühlt sich danach so geschlaucht wie nach einer Stunde Zaubertränke-Unterricht bei Snape.


Ursprung des Perfektionismus

Wirf einen Blick hinter die Gründe des Perfektionismus und verstehe dich dadurch besser (und mehr Mitgefühl für dich!).


Aus der Vergangenheit

Wie hast du die Schulzeit in Erinnerung? Schon in frühen Jahren wurde uns beigebracht das es nur eine richtige Antwort gibt - und die kommt selten von dir. Auch Eltern übertragen den Wunsch nach Perfektionismus ("beste Ausbildung für das Kind", "es soll gute Noten schreiben") auf uns. Zuckerbrot für "gutes" Verhalten, die Peitsche für "schlechtes" Verhalten.
Dieses Lernmuster ist in unserem Gehirn gespeichert. Perfekt sein für Lob und Anerkennung.


Gesellschaft

Werbung.

Dieses Wort löst wohl bei vielen Menschen negative Gefühle aus. Und dennoch lassen wir uns von perfekt gestylten Plakaten und optimierten Werbevideos einreden das genau SO die Welt aussieht. Abseits von völlig absurden Körpervorstellungen ist Hochzeit ein wunderbares Beispiel dafür: Die perfekte Traumhochzeit, das perfekte Kleid, der perfekte Ring... du bekommst du Idee dahinter. 

Bitte vergiss NIE, das solche Branchen Geld damit verdienen Menschen einzureden das sie nicht perfekt genug sind, ihnen also Mangel unterstellen.

Auch im Job ist man nicht sicher. Wer Fehler macht sitzt öfter im Büro des Chefs und muss sich rechtfertigen. Eine positive Fehlerkultur ist hier nicht zu finden und man versucht perfekte Arbeit abzuliefern, vielleicht sogar in Konkurrenz mit Kollegen.


Emotional

Was tut der Perfektionismus für dich? Ernste Frage.

Oftmals ist er ein Schild für uns. Wir können uns hinter "aber ich mach doch alles dafür um perfekt zu sein" verstecken und werden dadurch unangreifbar. Oder du versuchst ein "Defizit" auszugleichen und vor anderen zu rechtfertigen.

Frei nach dem Motto: Ich bin dick aber ich habe verdammt gute Noten/Bewertungen (jup selbst erlebt).


Perfektionismus ablegen

Eine Zauberformel gibt es leider noch nicht, aber manchmal reicht ein Stoppen und Nachfragen um etwas weniger perfekt zu sein.


Mindset

Frage dich was du wirklich willst, was dir wirklich wichtig ist. Wem möchtest du etwas beweisen? Kann ich wertvoll sein obwohl ich nicht perfekt bin?


Konkrete Strategien

  1. Du überlebst das! Wie würde es aussehen wenn du von 100% perfekt zu 0% gehen würdest? Sehe es als Experiment und Freude mal ganz und gar unperfekt zu sein. Ziel ist es deinem Nervensystem klar zu machen das nichts Schlimmes passiert - das du es "überlebst".
  2. Oder fang ganz sanft an. Wie würden 95% von 100% aussehen? Mach so kleine Veränderungen das sie dir (und erst recht nicht den Anderen) nicht auffallen und dann noch ein bisschen weniger bis du merkst das der damit verbundene Stress weniger wird.


Nun zu dir: Wo wünscht du dir weniger perfekt zu sein? Was ist dein Ansatz um entspannter mit Perfektionismus umzugehen?

Liebe dich. Und deine Lust.

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